So waschen Sie Ihre Wäsche richtig: Waschtipps für perfekt saubere Wäsche

Der Rotweinfleck auf der neuen Bluse, das verschwitzte T-Shirt vom Sport und jede Menge Wäsche der Kinder: Alles kommt in die Waschmaschine. Sie soll alles sauber waschen, dabei die Kleidung und die Umwelt schonen.

Wäsche waschen will gelernt sein
Wäsche waschen will gelernt sein

Damit das tatsächlich klappt, gibt es ein paar einfache Tipps, die das Waschen zum Kinderspiel werden lassen.

Wäsche sortieren

Wäsche ist nicht gleiche Wäsche. Bevor die Waschmaschine zum Einsatz kommt, gilt es, die Kleidung für das richtige Programm zu sortieren. Wichtigstes Hilfsmittel dafür ist das Wäscheetikett, das in jedem Kleidungsstück angibt, wie es zu waschen ist.

Das Wäscheetikett verstehen

Waschsymbol: Temperatur

Das erste Symbol, die mit Wasser gefüllte Wanne, gibt die Höchsttemperatur an, mit der das Kleidungsstück gewaschen werden darf. Die Angaben reichen von 30 bis 95 Grad. Auch wenn Sie bei jedem Stück prüfen sollten, für welche Temperaturen es geeignet ist, gilt im allgemeinen:

  • bis 30° C für Wolle, Feinwäsche und andere empfindliche Kleidungsstücke
  • bis 40° C für Buntwäsche
  • bis 60° C für Handtücher, Bettwäsche und weiße Wäsche
  • bis 95° C ist bei den heutigen Waschmitteln nicht mehr nötig
Tipp zur Waschtemperatur
Die angegebene Maximaltemperatur sollten Sie nicht überschreiten, um das Einlaufen der Wäsche zu verhindern. Bei gering verschmutzter Wäsche kann jedoch auch eine geringere Waschtemperatur schon zum Erfolg führen und die Umwelt schonen.

Waschsymbol: Textilart

Spezielle Waschprogramme
Spezielle Waschprogramme

Das erste Symbol des Etiketts hilft auch weiter, wenn es darum geht, die Wäsche nach Textilart zu sortieren. Nicht alle Textilien sind für alle Waschgänge geeignet. Für Wolle gibt es ein spezielles Wollprogramm, Funktionskleidung sollte ebenfalls nicht mit in die Buntwäsche. Ist unter der Wanne auf dem Etikett ein Strich zu finden, bedeutet dies „pflegeleicht„.

Auch hierfür sind an der Waschmaschine spezielle Programme in unterschiedlichen Temperaturen zu finden. Ist die Wanne durchgestrichen, heißt das, dass die Stücke nicht gewaschen, sondern nur chemisch gereinigt werden dürfen. Taucht eine Hand in das Wasser der Wanne, ist nur Handwäsche erlaubt.

Die Farbe – Bunt- oder Weißwäsche

Sind Temperatur und Empfindlichkeit der Wäsche sortiert, ist zusätzlich eine Trennung in Bunt- und Weißwäsche sinnvoll, damit die rote oder schwarze Kleidung nicht auf die weiße Wäsche abfärbt. Im Wäscheetikett sind dazu sogar oft Hinweise zu finden, wie „nur mit ähnlichen Farben waschen“ oder „auf links waschen„.

Grad der Verschmutzung

Sehr stark verschmutzte Kleidung sollten Sie ebenfalls vorher aussortieren. Besonders schwierige Flecken sollten dabei möglichst schnell in der Waschmaschine landen, damit sie nicht eintrocknen. Ansonsten können Sie sie mit entsprechenden Produkten vorbehandeln, bevor sie zu der anderen Wäsche in die Maschine kommen.

Manche Geräte haben spezielle Fleckenprogramme, die sich auf Wein, Kaffee, Schweiß oder andere hartnäckige Fleckenteufel spezialisiert haben. Für eine große Menge stark verschmutzter Kleidung gibt es außerdem Vorwaschprogramme.

Waschmaschine richtig beladen

Um ein möglichst gutes Waschergebnis zu haben, sollte die Waschmaschine nicht überladen werden, da sich die Wäsche in der Trommel sonst nicht mehr bewegen kann. Allerdings ist es aus Gründen des Umweltschutzes durchaus sinnvoll, bei normalen Waschgängen die Maschine möglichst voll zu beladen, da so Wasser und Strom gespart werden kann.

Zwischen Trommel und Wäsche sollte nicht mehr als eine Handbreit Platz sein. So kann sich die Wäsche gut bewegen und die Bilanz aus Wasser- und Stromverbrauch zur Waschleistung ist optimal. Zwar reduzieren manche Maschinen den Verbrauch bei geringerer Ladung. Im Vergleich ist jedoch immer noch jedes Wäschestück mit mehr Energie gewaschen worden, als wenn die Waschmaschine voll beladen gewesen wäre.

Ausnahme: Bei Fein- und Wollwäsche darf die Maschine nur bis zur Hälfte gefüllt werden.

Waschmittel ist nicht gleich Waschmittel

Ein flüssiges Vollwaschmittel
Ein flüssiges Vollwaschmittel

Wer vor dem Waschmittelregal steht, hat die Qual der Wahl:

  • Vollwaschmittel,
  • Colorwaschmittel,
  • Feinwaschmittel,
  • Kompaktwaschmittel,

und viele mehr. Allgemein gilt: Flüssigwaschmittel nur für Feinwäsche verwenden, da sie die Umwelt stärker belasten.

Vorzuziehen für normale Wäsche sind Kompaktwaschmittel in Pulverform. Die großen Jumbopacken enthalten dagegen unnötige Füllstoffe. Für weiße Wäsche sind Vollwaschmittel die erste Wahl. Sie wirken zwar erst ab 60° C bleichend, sind aber trotzdem für empfindliche Feinwäsche oder Buntwäsche nicht geeignet.

Für die bunte Kleidung empfiehlt sich dagegen ein Colorwaschmittel in Pulverform, für Feinwäsche ein flüssiges Feinwaschmittel. Die Zugabe von Weichspülern belastet die Umwelt unnötig und ist laut Gerätehersteller sogar schädlich für Trockner.

Waschmittel richtig dosieren

Spezialwaschmittel für schwarze Wäsche
Spezialwaschmittel für schwarze Wäsche

Mit der richtigen Dosierung des Waschmittels können Sie nicht nur viel Geld sparen, sondern auch die Umwelt schonen. Je weniger Waschmittel ins Abwasser gelangt desto besser. Außerdem verbraucht die Waschmaschine weniger Wasser zum Ausspülen bei geringerer Dosis. Auf der Packung jedes Waschmittels gibt es eine Anleitung für die richtige Verwendung.

Die Menge hängt ab von:

  • Dem Gewicht der beladenen Wäsche in kg,
  • Dem Härtegrad des Wassers (entnommen der Angabe des lokalen Wasserversorgers),
  • Der Verschmutzung der Wäsche,

Die Hersteller der Waschmittel geben allerdings meist eine eher hohe Dosierempfehlung an. Durch Probieren können Sie testen, ob auch weniger Pulver genauso saubere Ergebnisse bringt. Deshalb sollten Sie auch keine Tabs oder Waschkissen verwenden, da es hier keine Möglichkeit gibt, die Dosierung des Waschmittels zu beeinflussen.

Tipp zum Schleudern

Die Programme der Waschmaschinen haben voreingestellte Schleuderzahlen. Bei den Waschgängen für Feinwäsche oder Wolle ist die Schleuderzahl meist automatisch reduziert. Die Maschinen haben jedoch oftmals eine Taste, um die Schleuderzahl von Hand einstellen zu können. Besonders empfindliche Kleidung kann so noch optimaler geschont werden.

Tipp zum Trocknen

Die Wäsche sollte nach dem Waschen möglichst schnell aus der Waschmaschine genommen werden. Das verhindert unangenehme Gerüche und zusätzliche Arbeit beim Bügeln. Wenn die Kleidungsstücke gleich straff gezogen und auf die Leine oder Bügel gehängt werden, dauert das Bügeln nur halb so lang und spart Energie. Bei der Verwendung eines Trockners ist das Wäscheetikett wieder zu Rate zu ziehen. Es gibt an, welche Kleidungsstücke für das Gerät geeignet sind.

Die Waschmaschine pflegen

Auch wenn die Werbung dies empfiehlt: Spezielle Entkalker braucht Ihre Waschmaschine nicht! Sie sind in ausreichender Menge im Waschmittel enthalten. Um die Maschine zu pflegen, ist darauf zu achten, dass sich nicht Bakterien und Keime aus dem Schmutzwasser dauerhaft in dem Gerät ablagern.

Dies lässt sich mit zwei einfachen Maßnahmen verhindern:

  • Die Klappe der Waschmaschine nach dem Waschen immer weit offen halten. So kann die Maschine trocknen und Schimmelbildung wird verhindert
  • Einmal im Monat einen Waschgang mit Vollwaschmittel bei 60° C (besser 95°C) laufen lassen. Das beseitigt Keime und Bakterien und verhindert schlechte Gerüche.

Wichtig ist, diese Maßnahmen durchzuführen, bevor auch die Wäsche einen schlechten Geruch annimmt. Dann ist es nämlich zu spät und die Erreger sind schon eine ganze Weile unbemerkt in Ihrer Waschmaschine unterwegs.

 

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