Mehr als 95 Prozent aller Haushalte in Deutschland besitzen eine Waschmaschine. Das ist kaum verwunderlich, da dieses Haushaltsgerät das Leben wesentlich erleichtert und viel Kraft sowie Zeit spart. Versagt die alte Waschmaschine ihren Dienst, muss daher so schnell wie möglich eine neue her. Der Markt überrascht mit einem breiten Angebot, sodass die Kaufentscheidung gar nicht so einfach fällt. Unser Waschmaschinen Test zeigt auf, welche Modelle heute am meisten überzeugen.

Siemens IQ Waschmaschine im Test
Siemens IQ Waschmaschine im Test

Wir erklären, nach welchen Kriterien wir die Haushaltsgeräte getestet haben und was Sie bei Ihrer Wahl zu beachten haben. Außerdem: Ausführliche Informationen zu den Modellen und Tipps für mehr Energieeffizienz.

Der Waschmaschine Test stellt klar, dass bei dem starken Wettbewerb nur sparsame, robuste und zugleich innovative Haushaltsgeräte eine Chance haben. Eine Auswahl an besten Waschmaschinen stellen wir Ihnen auf unserer Seite vor. Nutzen Sie unsere Informationen, um Ihr Waschmaschinen-Wissen zu erweitern und ein Haushaltsgerät zu erwerben, das zu Ihnen am besten passt.

Wenn Ihnen ein paar Begriffe rund um das Thema nicht ganz klar sind, dann schauen Sie einfach mal in unsere Begriffserklärungen rein.

Vergleichstabellen mit unseren Testsieger finden Sie hier: Zum Vergleich >>

Alle Testberichte hier: Zu den Testberichten >>

Wir möchten Ihnen hier einige Testsieger der verschiedenen Kategorien vorstellen.

Waschmaschinen Testsieger 7 kg-Kategorie: BEKO WMB 71643 PTE

Beko WMB 71643 PTE Frontlader
Beko WMB 71643 PTE Frontlader

Der Waschvollautomat von BEKO ist der Testsieger in der 7 kg-Kategorie. Mit einem überragenden Preis-Leistungs-Verhältnis und hervorragenden Testnoten in den Testfaktoren:

  • Ressourcenverbrauch
  • Waschleistung
  • und Kundenbewertungen

kann sie sich vor teilweise deutlich teureren Maschinen behaupten. Das Modell WMB 71643 PTE ist bei Amazon der beliebteste Waschvollautomat überhaupt. Mit 2153 Bewertungen zum Zeitpunkt unseres Tests steht sie mit Abstand auf Platz 1 der Topseller. Dabei erreicht sie eine hervorragende Bewertung von 4,3 von 5 Sternen. Und das bei einem Preis der im Schnitt unter 350 € liegt. Was will man mehr?

In unserem Test konnte das Gerät von BEKO voll überzeugen. Energieeffizienzklasse A+++ und Schleuderwirkungsklasse A mit einer Restfeuchte von 44 % ist sensationell bei diesem Preis. Eine Schleuderleistung von 1600 Umdrehungen/min ist ein Spitzenwert unter den Waschmaschinen.

Eine integrierte Mengenautomatik – die den Wasserverbrauch optimiert – und natürlich auch die freie Auswahl niedrigerer Schleuderleistungen und „Nicht-Schleudern“ ist bei dieser Maschine Standard. Eine „Schontrommel“ sorgt für eine hohe Langlebigkeit ihrer Wäsche. Auch bei der Geräuschemissionen liegt sie ganz vorne im Test. Gerade einmal 57 dB beim Waschen ist ein Topwert!

Die Waschprogramme können vollends überzeugen. Besonders gut gefällt uns das „Super Express 14„-Programm – ein Schnellwaschprogramm – das in 14 Minuten durchgelaufen ist. Aber auch das spezielle Tierhaar-EntfernungsprogrammPet Hair Removal“ überzeugt die Kunden in ihren Erfahrungsberichten. Interessant fanden wir auch das „Baby Protect 65“ Programm für Eltern von Babys und Kleinkindern. Hier werden mehr Keime aus der Babywäsche ausgemerzt und das ist natürlich auch für Allergiker ein interessanter Fakt bei diesem Modell.

Für uns ist die Beko WMB 71643 PTE der ganz klare Testsieger in der Kategorie 7 kg Waschmaschinen.

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Testsieger 8 kg-Klasse – Bosch WAW 28540 Serie 8 Waschmaschine

Bosch WAW 28540 Serie 8 im Test
Bosch WAW 28540 Serie 8 im Test

Der Frontlader von Bosch überzeugt durch seine hervorragende Platzierung in den Bestsellerlisten bei Amazon. Dazu kommt ein Top-Bewertungsprofil von 4,8 von 5 Punkten Damit gehört sie nicht nur zu den bestbewerteten 8 kg Waschmaschinen auf Amazon, sondern auch zu den Topsellern.

Ein ganz klares Indiz für die Qualität des Geräts. Wir konnten uns auch im Check der Leistungsdaten und anderen Testfaktoren davon überzeugen.

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Neu im Ratgeber: Waschtipps für perfekt saubere Wäsche

Wäsche waschen will gelernt sein
Wäsche waschen will gelernt sein

In unserem neuesten Artikel beschäftigen wir uns mit der Frage wie die perfekte Wäsche aussieht. Wir geben Tipps zum richtigen Waschen verschiedener Textilien, welche Waschmittel verwendet werden sollten, in welchem Fall. Dazu schauen wir uns die richtigen Einstellungen an der Waschmaschine genauer an und geben Tipps für die richtige Beladung.

Auch der Frage ob der Einsatz eines speziellen Entkalkers Sinn macht sind wir einmal genauer nachgegangen. Macht Weichspüler in der Wäsche Sinn oder nicht? Schadet es vielleicht der Waschmaschine bestimmte Waschmittel einzusetzen oder nicht?

Schauen Sie einfach in unseren neuesten Artikel rein.

Zum Ratgeber: Waschtipps von Experten >>

Natürlich haben wir uns auch mit den Waschsymbolen und Pflegetipps beim Waschen beschäftigt. Den Artikel dazu finden Sie hier: Waschsymbole und Pflegetipps >>

Neu im Check: Miele WMF111 WPS

Miele WMF111 WPS Waschmachine
Miele WMF111 WPS Waschmachine

Die Miele WMF111 WPS ist die zweite Miele Waschmaschine die wir um Produktbericht haben. Das Modell ist Testsieger bei der Stiftung Warentest vom November 2016.

Hier hat das Gerät extrem gut abgeschnitten und bei allen Testkriterien überzeugt. Miele Geräte haben einen hervorragenden Ruf. Die Waschmaschinen des Herstellers überzeugen durch sehr gute Waschergebnisse, eine extreme Langlebigkeit und innovative Waschprogramme.

Die Haushaltsgeräte des Herstellers Miele sahnen regelmäßig Testsiege bei renommierten Testinstituten, wie Stiftung Warentest, ein und beweisen hier ihre Qualität.

Der einzige Nachteil bei den Miele Waschmaschinen ist der hohe Preis. Denn für all die Qualitäten muss man als Verbraucher relativ tief in die Tasche greifen. Im Vergleich zu manchen Markenherstellern zahlt man hier schnell einmal das Doppelte. Belohnt wird man zwar mit extremer Langlebigkeit und besten Waschergebnissen, aber trotzdem können sich das manche nicht leisten.

In unserem Produktbericht haben wir alle Infos zu diesem Modell für Sie zusammengefasst:

Zum Produktbericht der Miele WMF111 WPS

Häufige Probleme und Defekte bei Waschvollautomaten

Immer wieder die gleichen Probleme treten in vielen Haushalten auf. Dazu erhalten wir regelmäßig Anfragen und deswegen klären wir in der neuen Rubrik: „Häufige Probleme bei Waschmaschinen„, die am häufigsten auftretenden Probleme und Defekte.

Oft kann man diese leicht selber lösen und spart sich so den Kauf eines neuen Gerätes. In einigen Fällen braucht man allerdings auch einen Fachmann. Doch auch dazu geben wir Ihnen gute Tipps, damit sie beim nächsten Mal genau wissen was zu tun ist.

Zur Rubrik häufige Probleme und Defekte >>

FAQ – Häufig gestellte Fragen

In unseren FAQ klären wir die am häufigsten gestellten Fragen rund um die Waschmaschine. Wir erklären Begriffe, wie z.B. Mengenautomatik & Spülstopp. Wenn Ihnen etwas unklar ist bei der Bedienung, den Waschprogrammen oder anderen Fragen, dann schauen Sie zuerst mal hier rein:

Zu den FAQ >>

Waschmaschine – ein komplexes Gerät

Waschmaschine von Siemens
Waschmaschine von Siemens

Der Sinn und Zweck einer Waschmaschine ist es verständlicherweise, Wäsche möglichst sauber zu reinigen. In einer rotierenden Trommel werden die Bekleidung und andere Textilien unter Zugabe von Wasser und Waschmittel, Weichspüler, Imprägniermittel und anderen Zusätzen gespült und anschließend geschleudert.

Eine Waschmaschine von heute ist eigentlich ein Vollwaschautomat, denn der Programmablauf wird vollständig durch die moderne Elektronik gesteuert. Der Nutzer hat lediglich nach dem Beladen das gewünschte Waschprogramm zu wählen und ein paar weitere Einstellungen vorzunehmen. Je nach Modell besitzen die Waschmaschinen einen oder zwei Drehregler (einen für die Auswahl der Waschprogramme, den anderen für die Einstellung der Waschtemperatur), mehrere Tasten und in der Regel ein digitales Display, an dem die relevanten Angaben zum Programmablauf und der Restlaufzeit abzulesen sind. Nach dem Abschluss des Waschgangs kann die feuchte Wäsche entnommen und entweder auf einem Wäscheständer bzw. einer Wäscheleine aufgehängt, oder mithilfe eines Wäschetrockners getrocknet werden.

Die Waschmaschinen unterscheiden sich nach ihrem Fassungsvermögen, Energieeffizienz, Schleuderwirkung, Luftschallemission sowie nach der Auswahl an verfügbaren Funktionen/Programmen.

Jedoch gehören heutzutage zur Ausstattung von jedem Vollwaschautomat folgende Elemente dazu:

  • Elektronische Sensoren ermitteln die Menge der zu reinigenden Wäsche, dementsprechend werden das Wasser und Waschmittel dosiert. Dieses Feature spart Ressourcen, auch die finanziellen.
  • Wasserstop/Aquastop. Leckt der Zulaufschlauch, wird das Wasser durch einen Sicherheitsventil gestoppt. Mit einem Wasserstop werden die Wasserschäden weitgehend eliminiert.
  • Eine automatische Unwuchterkennung dient dazu, zu starke Vibrationen auszuschließen und sorgt für eine längere Lebensdauer einer Waschmaschine.
  • Ein kleines Auffangbecken für Flusen, Haare und weitere gröbere Teile. Das Sieb von einem Vollwaschautomaten muss nicht allzu häufig gereinigt werden, jedoch verbessert die regelmäßige Reinigung die Leistung der Waschmaschine und verhilft zu mehr Energieeffizienz.
  • Startzeitvorwahl oder – bei einigen Modellen – die Möglichkeit, den Zeitpunkt zu bestimmen, wann der Waschvorgang abgeschlossen sein sollte.
Knitterschutz und Startzeitenvorwahl
Knitterschutz und Startzeitenvorwahl

Nicht in jedem Vollwaschautomaten vorhanden, aber laut dem Waschmaschinen Test ausgesprochen sinnvoll, sind folgende Features und Besonderheiten:

  • Durch das Durchleuchten des Spülwassers wird ermittelt, wie hoch die Verunreinigung (Trübung) des Wassers ist. In Abhängigkeit von den Ergebnissen des Wasseranalyse wird der Waschvorgang fortgesetzt oder abgeschlossen. Mit diesem Feature ist unter anderem der Vollwaschautomat Bosch WAW28640 ausgerüstet;
  • Einige Hersteller, darunter zum Beispiel Miele oder Siemens, installieren in ihren Vollwaschautomaten Trommel mit einer innovativen Oberfläche, die mit kleinen Noppen ausgestattet ist oder eine wabenförmige Struktur besitzt. Diese sogenannte Schontrommel wirkt wie ein zusätzlicher Knitterschutz und glättet die Wäsche bereits während dem Waschvorgang. Inzwischen ist eine Schontrommel kein Alleinstellungsmerkmal von Highendgeräten und ist in unterschiedlichen Modellen der Mittel- und Oberklasse zu finden;
  • Kindersicherung: Dadurch wird eine unerwünschte Änderung des eingestellten Programms durch das Betätigen von Tasten auf dem Bedienungspaneel verhindert. Sogar die preisgünstigen Modelle wie Bauknecht WA PLUS 844 sind mit einer Kindersicherung ausgestattet;
  • Einige Waschmaschinen, darunter Miele W 5889 WPS, werden mit der Option, sie an das Warmwasser anzuschließen geliefert. Somit wird Strom für das Aufheizen in der Waschmaschine gespart, jedoch gleichzeitig mehr Warmwasser und somit wiederum Energie für dessen Aufheizen verbraucht.

Grundlegende Funktionen einer Waschmaschine im Video

Drei Grundmodelle: Frontlader, Toplader & Waschtrockner

Am Markt sind heute vorwiegend drei Modelle von diesen Haushaltsgeräten zu finden:

  • Frontlader,
  • Toplader
  • und Waschtrockner

Dabei sind Frontlader bei den Käufern besonders beliebt, ihr Marktanteil beträgt ungefähr 90 Prozent. Toplader sind mit etwa 9 Prozent weitaus weniger populär.

Waschtrockner gelten als Exoten, es werden pro Jahr höchsten 50.000 Exemplare deutschlandweit verkauft. Wir informieren Sie über die Besonderheiten, Vor- und Nachteile, die jedes Modell im Waschmaschine Test gezeigt hat.

Tabelle: Übersicht über die Modelle

TypMarktanteil (in %)ArtenTrommelvolumenBemerkungen
Frontlader90 %Freistehend, Einbaugerätezwischen 5 bis 9 kgSehr viele Produkte, Preis-Leistung sehr gut
Toplader9 %Freistehendwenig VolumenWenig Auswahl, Geringes Fassungsvermögen, Kein starkes Schleudern, Bequem von oben Beladen
WaschtrocknerGering, aber zunehmend beliebterFreistehend, Einbaugerätei.d.R. 7 bis 9 kgSteigende Produktauswahl, Waschen und Trocknen in einem Gerät.

Frontlader – der Leistungsstarke

Frontlader mit durchsichtigem Bullauge
Frontlader mit durchsichtigem Bullauge

Bei diesem Modell wird die Trommel durch das auf der Vorderseite der Waschmaschine befindliche Bullauge beladen. Das Bullauge wird bei meisten Modellen aus robustem Sicherheitsglas, bei einigen jedoch komplett aus Metall mit Plastikabdeckung hergestellt. Ein Bullauge aus Glas ermöglicht visuelle Kontrolle des Waschgangs, die indes in der Praxis eher selten notwendig ist, da die Abläufe von der Elektronik gesteuert werden. Die Blende mit den Bedienungselementen befindet sich im oberen Bereich der Frontseite über dem Bullauge.

Unterschieden werden: Freistehende, darunter auch säulenfähige, Waschmaschinen und Unterbau- sowie Einbaugeräte.

Statistisch gesehen, entscheiden sich die meisten Haushalte für ein freistehendes Modell. Ein säulenfähiger Vollwaschautomat kann mit einem Trocknungsgerät eine Wasch-Trockensäule bilden und dadurch Platz sparen. Ein Unterbaubaugerät kann unter eine Arbeitsplatte geschoben werden, wobei die Deckplatte abgenommen wird. Bei einem vollintegrierbaren Einbaugerät kann vorne eine Möbeltür angebracht werden. Dadurch verwandelt sich das Gerät optisch in ein zum Einrichtungsstil passendes Möbelstück.

Die Standardmaße eines Frontladers betragen 60 x 85 x 57-64 Zentimeter (Breite x Höhe x Tiefe). Die Beladung variiert in der Regel zwischen 6 und 9 Kilogramm. Die Schleuderzahl beträgt meist ab 1.200 Umdrehungen pro Minute und kann häufig flexibel eingestellt werden. Die Unterschiede in der Programmauswahl sind recht groß.

Frontlader – Vorteile:

  1. Große Auswahl an Modellen für jeden Bedarf;
  2. Breite Preisspanne, neben hochpreisigen auch günstige Modelle erhältlich;
  3. Leistungsstarke Geräte, von allen Waschmaschinen die höchste Trommelgröße und Schleuderwirkung möglich;
  4. Auf der Deckplatte können Gegenstände wie Waschmittelverpackungen oder Wäscheeimer abgestellt werden.

Frontlader – Nachteile:

  1. Zum Beladen muss man sich bücken.
  2. Vergleichsweise hoher Platzbedarf;

Toplader – der Kompakte

Toplader Waschmaschine
Toplader Waschmaschine

Eine Toplader-Waschmaschine wird von oben bestückt, die Blende mit Bedienungselementen befindet sich ebenfalls oben. Die Standardmaße einer solchen Waschmaschine betragen 40-45 x 88-90 x 60 Zentimeter (Breite x Höhe x Tiefe). Somit ist ein Toplader wesentlich schmaler als der Frontlader. Diese Waschmaschinen haben aufgrund ihrer Bauweise ein geringes Fassungsvermögen und können keine hohe Schleudergeschwindigkeit entwickeln. Toplader sind weder säulen- noch unterbaufähig und sind als nur Stand-alone-Geräte verfügbar. Der Waschmaschine Test beweist, dass Toplader mit dem gleichen Programm genauso gut waschen, wie die Frontlader.

Toplader – Vorteile:

  1. Schlank, optimal für beengte Wohnsituationen;
  2. Bequem von oben zu bestücken, kein Bücken notwendig;
  3. Empfiehlt sich für Single-Haushalte und Senioren.

Toplader – Nachteile:

  1. Im Vergleich zum Frontlader geringeres Fassungsvermögen;
  2. Keine hohe Schleuderzahl realisierbar;
  3. Nur freistehende Geräte erhältlich;
  4. Keine Abstellfläche auf der Deckplatte;
  5. Keine große Auswahl an Modellen;
  6. Kosten mehr als vergleichbare Frontlader.

Waschtrockner – Waschmaschine und Trocker in einem

Programmauswahl beim Waschtrockner
Programmauswahl beim Waschtrockner

Ein Waschtrockner dient als eine Waschmaschine und Wäschetrockner zugleich. Diese Geräte haben zur Zeit nur einen kleinen Marktanteil, obwohl sie gar nicht so unpraktisch sind. Preislich liegen die Waschtrockner zwar eher im oberen Bereich, jedoch sind die Anschaffungskosten eines solchen Geräts in der Regel geringer als die Ausgaben beim Kauf von zwei separaten Haushaltsgeräten – einem Vollwaschautomaten und einem Wäschetrockner.

Ein Waschtrockner kombiniert zwei Geräte in einem und spart somit Platz, denn seine Standardmaße sind die gleichen wie die von einem Frontlader. Die Reinigungsleistung eines Waschtrockners ist nicht schlechter als diejenige von anderen Waschmaschinen. Außerdem sind heute am Markt nicht nur Modelle mit einem konventionellen Kondenstrockner erhältlich, sondern auch Waschtrockner mit Wärmepumpentechnologie, die besonders energiesparend sind. Doch im Test zeigen sich neben den Pluspunkten auch einige Nachteile dieser Haushaltsgeräte. Summa summarum sind Waschtrockner in erster Linie bei Platzmangel zu empfehlen.

Waschtrockner – Vorteile:

  1. Platzsparend, nicht größer als ein Standard-Frontlader;
  2. Umfüllen der schweren, nassen Wäsche aus der Waschmaschine in einen Trockner entfällt;
  3. Die Anschaffungskosten sind niedriger als die Ausgaben für zwei einzelne Geräte;
  4. Ordentliche Reinigungsleistung;
  5. Dank der Wärmepumpe auch energieeffizient.

Waschtrockner – Nachteile:

  1. Wird eine Funktion (zum Beispiel Waschen) ausgeführt, ist die andere jeweils blockiert. Daher sind Waschtrockner nicht gerade zeitsparend;
  2. Es kann um etwa 40 Prozent weniger Wäsche getrocknet als gewaschen werden. Daher muss entweder auf zweimal getrocknet oder nur eine halbe Ladung des Vollwaschautomaten gewaschen werden – höhere Energiekosten sind die Folge;
  3. Da fürs Trocknen teilweise auch Dampf benötigt wird, ist der Wasserverbrauch eines Waschtrockners relativ hoch.

Waschmaschinen im Test – Unsere Testkriterien

Bosch Maxx 7 aus dem Test
Bosch Maxx 7 aus dem Test

Wir möchten Ihnen zunächst unsere wichtigsten Testkriterien nennen, danach über das Testverfahren informieren und ausführliche Informationen zu jedem der Testkriterien liefern. Abschließend präsentieren wir die Testsieger in allen drei Kategorien.

Die Testkriterien im Überblick

Bei der Auswahl der Testkriterien ließen wir uns vor allem durch Ihre Interessen als Käufer leiten. Das bedeutet: Der Waschmaschinen Test zielt darauf, eine Kaufentscheidung zu erleichtern. Auch die Relevanz der Kriterien hängt davon ab, was beim Kauf einer neuen Waschmaschine entscheidend ist und was eine untergeordnete Rolle spielt.

Liste der Testkriterien:

  1. Energieeffizienz, Energieverbrauch in Kilowattstunden (kWh) pro Waschgang und Jahr;
  2. Wasserverbrauch in Litern pro Waschgang und Jahr;
  3. Fassungsvermögen in Kilogramm trockener Wäsche;
  4. Auswahl an Programmen (Standardprogramme und Extras);
  5. Bedienungskomfort;
  6. Schleuderwirkungsklasse, Restfeuchte in Prozent;
  7. Luftschallemission in Dezibel (dB).
  8. Preis-Leistungs-Verhältnis: Angebotene Leistung im Verhältnis zum Preis des Geräts.

Der Testablauf vorgestellt

In einem Test werden die Waschmaschinen unter den oben genannten Kriterien ausführlich geprüft. Dabei wird die Wäsche mit den handelsüblichen Mitteln gewaschen. Bei jedem Gerät müssen mehrere Programme durchlaufen.

Das Hauptaugenmerk liegt bei den Tests der Waschmaschinen auf dem Ressourcenverbrauch eines Modells. So wird nicht nur geprüft, ob das Gerät sparsam, sondern auch ob es umweltfreundlich ist.

Außerdem wird die Handhabung, darunter auch der Anschluss des Gerätes, berücksichtigt. Weiterhin ist unseren Testern wichtig, welche Funktionen außerhalb der Standardprogramme das jeweilige Gerät anbietet und inwiefern diese sinnvoll und praktisch sind.

Zuletzt richtet sich der Blick auf den durchschnittlichen Preis, zu dem eine Waschmaschine bei den größten Online-Händlern angeboten wird. Es gilt, die Frage zu beantworten, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Neben den eigenen Erfahrungen mit dem einen oder anderen Modell spielen für unsere Tester auch die Ergebnisse der eingehenden Recherche eine nicht zu unterschätzende Rolle. Welche Kundenstimmen gibt es zu jedem Gerät, wie kommt es bei den Käufern an, wie schneidet es in anderen Tests ab? Zusammen genommen, ergibt sich eine objektive Einschätzung des einen oder anderen Modells.

Ressourcenverbrauch – das wichtigste Testkriterium

Energielabel laut EU-Verordnung
Energielabel laut EU-Verordnung

Für alle, die umweltbewusst leben und dabei auch den eigenen Geldbeutel schonen möchten, sind der Strom- und Wasserverbrauch einer Waschmaschine von entscheidender Bedeutung.

Daher spielt auch in unserem Test der Ressourcenverbrauch eine entscheidende Rolle. Dabei werden zunächst der Stromverbrauch (Energieeffizienz) und danach der Wasserverbrauch des Vollwaschautomaten untersucht.

Energieeffizienz – mindestens A+ sollen es sein

Jede Waschmaschine besitzt ein EU-Energielabel , worauf ihre Energieeffizienzklasse, der jährliche Wasserverbrauch, das Fassungsvermögen sowie einige weiteren Angaben verzeichnet sind.

Schauen wir zunächst auf die Energieeffizienzklasse. Die farblichen Balken – von sattem Grün bis Dunkelrot – kennzeichnen die Energieeffizienz, wobei der obere grüne Balken für die Bestleistung von A+++, der weitere für A++, der nächste für A+ und – nach einigen weiteren Abstufungen – der unterste, rote, für die niedrigste Energieeffizienzklasse D steht.

Hinweis: Mehr Informationen zum Energielabel für Waschmaschinen (die auf der EU-Verordnung basieren) finden sich beim Umweltbundesamt: Zu den Infos >>

Seit 2012 dürfen nur Waschmaschinen verkauft werden, deren Energieeffizienzklasse nicht unter A liegt. Die Geräte in der A+++ Kategorie verbrauchen im Schnitt 20 bis 40 Kilowattstunden pro Jahr weniger als die Geräte in der Klasse A. Gemessen wird der Energieverbrauch ausgehend von etwa 220 Waschgängen jährlich.

Hinweis: Um die Energieeffizienzklasse zu ermitteln, wird im sogenannten Labelprogramm gewaschen, das bei den Waschmaschinen je nach dem Hersteller und Modell Eco oder Spar heißt. Für den Verbraucher bedeutet dies, dass er mit diesem Programm Strom sparen kann, bei den anderen Programmen jedoch die abweichenden Angaben zu beachten hat.

Unser Testergebnis: Nur eine Waschmaschine, die im Schnitt zwischen 100 und 170 kWh jährlich verbraucht, ist empfehlenswert. Alles, was darüber ist, verschwendet Ihr Geld und schadet der Umwelt. Pro Waschgang im Labelprogramm sollen es somit maximal 0,75 kWh sein.

Somit gewinnen im Waschmaschinen Test Geräte, die den Energieeffizienzklassen A+ und höher zugeordnet sind.

Tipp: Das Labelprogramm läuft in der Regel besonders lange, meist bis zu 30-40 Prozent länger als ein Automatikprogramm. Doch diese Zeitinvestition lohnt sich, denn so sparen Sie Strom.

Die Tests ergeben, dass die Nominaltemperatur beim Waschgang nur selten erreicht wird, sodass zum Beispiel ein 60-Grad-Programm lediglich bei 30 Grad und sogar darunter ausgeführt wird. Der Grund dafür ist das Bestreben der Hersteller, die Zielwerte beim Energieverbrauch zu erreichen. Die Reinigungsleistung leidet jedoch nicht darunter, sodass dieser Umstand zu keinem Punkteabzug beim Testen führt.

Lediglich für Menschen mit abgeschwächter Immunität kann dies zu einem Problem werden, da bei Niedrigtemperaturen etliche Keime überleben. In diesem Fall empfiehlt es sich, Programme für Kochwäsche auszuwählen, die das Wasser auch tatsächlich auf die deklarierten 95 Grad Celsius aufheizen.

Wasserverbrauch – bis zu 10.000 Litern sind noch in Ordnung

Waschmaschinentrommel mit 7 kg Fassungsvermögen
Waschmaschinentrommel mit 7 kg Fassungsvermögen

Wasserverbrauch stellt einen weiteren Faktor dar, dem bei unserem Waschmaschine Test eine nicht unerhebliche Bedeutung beigemessen wird. Der Wasserverbrauch wird ebenfalls ausgehend von 220 Waschgängen pro Jahr gemessen und hängt freilich nicht nur von dem ausgewählten Programm, sondern auch vom Fassungsvermögen einer Waschmaschine ab.

Moderne Vollwaschautomaten begnügen sich pro Waschgang mit einer Wassermenge zwischen 40 und 50 Litern bei einem Fassungsvermögen von 5-6 Kilogramm und geben sich somit mit weniger als einem Liter pro Kilogramm Wäsche zufrieden. Wenn die Werte darüber liegen, führt dies zu einem Punkteabzug. Der Jahresverbrauch im Bereich von 9.000 – 10.000 Litern ist demnach in Ordnung. Die meisten Waschmaschinen im Test genügen auch diesem Kriterium.

Fassungsvermögen – vom Sinn und Unsinn großer Trommeln

Die Tendenz ist klar: Die Trommeln der modernen Waschmaschinen werden im Laufe der Jahre immer größer. Waren einst noch Geräte mit dem maximalen Zuladung von 2-3 Kilogramm üblich, so sind heute 6 Kilogramm Standard. Auch größere Waschmaschinen, die bis zu 8 Kilogramm Wäsche auf einmal reinigen können, erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. In unserem Waschmaschine Test haben wir uns gefragt, ob ein Vollwaschautomat mit einer größeren Trommel auch praktisch ist und wie es mit dem Ressourcenverbrauch bei diesen Geräten steht.

Wie schon oben erwähnt, sind die heutigen Waschmaschinen serienmäßig mit einer Mengenautomatik ausgerüstet. Die Wäsche wird in der Trommel gewogen, die Dosierung des Waschmittels und Weichspülers sowie der Wasser- und Stromverbrauch werden an die Menge der Wäsche angepasst.

Was in der Theorie sehr vielversprechend klingt, erweist sich in der Praxis als problematisch. Denn die Testergebnisse weisen nach: Wird zum Beispiel mit einer halben Zuladung gewaschen, sinkt der Wasser- und Stromverbrauch nicht um 50 Prozent, sondern lediglich um 25-30 Prozent. So jedenfalls bei den meisten Waschmaschinen. Nur ein Gerät von Siemens und ein von AEG (Lavamat) haben es tatsächlich geschafft, auch den Ressourcenverbrauch bei der halben Beladung um die Hälfte zu reduzieren.

Daher gilt es für die absolute Mehrheit der Waschmaschinen: Nur bei maximaler Zuladung wird effizient gewaschen. Vor der Überladung ist jedoch wiederum abzuraten, denn nicht nur die Waschleistung sinkt, sondern auch die Lebensdauer der Waschmaschine wird kürzer.

Hinweis: In der Regel ist die Trommel optimal bestückt, wenn die Wäsche mit einem leichten Druck noch hinein passt.

Tipp: Da es nicht immer einfach ist, das Gewicht der Wäsche abzuschätzen, anbei einige Angaben zur Orientierung. In einen 10-Liter-Eimer passen (ohne Druck) etwa 2,5 Kilogramm Wäsche. In eine 6-Kilogramm-Trommel passen etwa (mit ein bisschen Druck) 2 Bettbezüge, 6 Kopfkissenbezüge und 16-18 Handtücher.

Welches Fassungsvermögen braucht ein Single-Haushalt? Und eine Familie?

Für einen Single-Haushalt, so unser Test, reicht eine Waschmaschine mit einem 5 Kilogramm Fassungsvermögen, für eine Kleinfamilie – eine mit 6 Kilogramm, für eine größere Familie – eine Waschmaschine mit 8 Kilogramm maximaler Zuladung.

Zwar sind die extra großen Waschmaschinen mit 10 Kilogramm Zuladung an sich auch effizient, das heißt, sie verbrauchen pro Kilogramm Wäsche oder pro Waschgang weniger Strom und Wasser als die kleineren Geräte, doch in den meisten Haushalten können diese Vollwaschautomaten nicht vollständig ausgelastet werden. Bei der Kaufentscheidung spielt somit die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Programmauswahl und Funktionen – manchmal ist weniger tatsächlich mehr

Programme bei einer Bosch
Programme bei einer Bosch

Die Zeiten sind vorbei, als eine Waschmaschine mit nur ein paar Programmen auskam. Heute muss wesentlich mehr her. Nicht nur die Highend-Geräte, sondern auch Waschmaschinen aus dem mittleren Preissegment bieten den Käufern ein beeindruckendes Spektrum an Waschprogrammen.

Zur Standardausstattung eines Vollwaschautomaten gehören nach wie vor folgende Programme:

  1. Kochwäsche. Gewaschen wird bei Temperaturen bis 95 Grad, meistens in zwei Phasen, also Vor- und Hauptwäsche. Dieses Programm ist vor allem für Naturfaser geeignet, obwohl nicht jede Textilie mit einer Temperatur nahe am Siedepunkt gereinigt werden darf. Am wichtigsten ist dieses Programm für Menschen mit Immunschwäche und für Babys, da bei hohen Wassertemperaturen die meisten Keime und Bakterien abgetötet werden;
  2. Buntwäsche oder Mischwäsche. Hier wird mit 40-60 Grad gewaschen, diese Wassertemperaturen sind für die meisten Kleidungsstücke und andere Textilien ausreichend.
  3. Pflegeleicht. Gewaschen wird bei 30-40 Grad, dieses Programm ist für empfindliche Wäsche aus Nylon, Seide und anderen sensiblen Stoffen gedacht. Dieses Programm ist relativ kurz, geschleudert wird mit einer reduzierten Umdrehungszahl.
  4. Wolle. Nur für Kleidungsstücke und andere Wolltextilien geeignet, die auch maschinell gewaschen werden dürfen. Es wird mit viel Wasser und niedriger Drehzahl bei 30 Grad gewaschen. Auch Schleudern erfolgt schonend.
  5. Sparprogramm oder Eco. Dieses sogenannte Labelprogramm wurde oben bereits im Zusammenhang mit Energieeffizienz erwähnt. In der Regel ist der Energieverbrauch bei diesem Programm gering und entspricht dem vom Hersteller angegebenen Jahresverbrauch. Gewaschen wird nominell bei 60 Grad, faktisch bei wesentlich niedrigen Temperaturen. Es gibt jedoch auch Eco-Programme, die von vornherein auf das Waschen mit geringen Temperaturen (15 Grad) ausgelegt sind. Tipp: Manche Waschmaschinen besitzen eine zusätzliche Eco-Taste. Wird diese gedrückt, verlängert sich der Waschgang, das Wasser wird dagegen weniger aufgeheizt. Der Stromverbrauch sinkt dadurch um bis zu 40 Prozent.
  6. Kurzprogramm oder Expresswäsche. Fast jede Waschmaschine kann eine nur leicht verschmutzte Wäsche innerhalb von 15-30 Minuten reinigen. Die Kurzprogramme dauern zwischen einer Viertel- und einer halben Stunde.

Extra-Programme und Spezialprogramme

Bosch Spezialprogramme
Bosch Spezialprogramme

Neben den Standard-Programmen finden sich in den neueren Waschmaschinen folgende Extra-Features. Freilich ist nicht jede Waschmaschine mit allen Extras ausgestattet, aber zumindest ein-zwei davon gehören bei den meisten Vollwaschautomaten „zum Angebot“:

  1. Mix-Programm oder Automatik-Programm. Dieses Programm ist immer häufiger anzutreffen, denn vor allem für Eilige hat es einen enormen Vorteil: Die Wäsche muss vorher nicht mühsam sortiert werden. Die Wassertemperaturen liegen in der Regel bei 40 Grad, gewaschen wird im Schnitt 1,5 Stunden lang. Der Programmablauf ist so konzipiert, dass empfindliche und robuste Kleidungsstücke zusammen gewaschen werden dürfen. Es wird mit viel Wasser gewaschen und mit voller Umdrehungszahl geschleudert.
  2. Jeans-Programm. Für alle, die gerne Jeanskleidung tragen, ist dieses Programm vom Vorteil. Dabei wird dank der niedrigen Drehzahl der Trommel beim Waschen der wertvolle Denim geschont. Damit alle Waschmittelreste vollständig entfernt werden, legt die Waschmaschine zusätzliche Spülgänge ein.
  3. Hemden- oder Businessprogramm. Das ist ein Kurzprogramm, das die empfindlichen Hemden schont und der Knitterbildung entgegen wirkt. Dadurch geht das Bügeln leichter von der Hand. Das Programm ist nur für leicht verschmutze Textilien konzipiert.
  4. Seidenprogramm gehört ebenfalls zu den Schonprogrammen. Die Trommel darf nicht voll beladen werden. Gewaschen wird bei geringen Temperaturen, mit extra viel Wasser und einer niedrigen Drehzahl.
  5. Ein Outdoorprogramm, Sportprogramm oder Imprägnierprogramm wäscht und imprägniert dabei, natürlich wenn ein entsprechendes Imprägniermittel dem Wasser zugesetzt wird. Der Sinn und Zweck des Programms ist es, die Hightec-Textilien für den Outdoorbereich schonend und gründlich zu waschen, ohne dass sie ihre Eigenschaften verlieren und atmungsaktiv sowie wasserabweisend bzw. wasserdicht bleiben.
  6. Gardinenprogramm. Das ist ein Zwei-Phasen-Programm, bei dem die Gardinen während der Vorwäsche von Staub befreit und anschließend gründlich mit viel Wasser, aber schonend gereinigt werden. Bei dem Gardinenprogramm ist Knitterschutz mit dabei, sodass das Bügeln leichter fällt. Tipp: Bei vielen Gardinenstoffen reicht es inzwischen aus, die Vorhänge nach dem Waschgang sofort wieder aufzuhängen. Unter ihrem eigenen Gewicht glätten sich dann die Stoffe.
  7. Tierhaare entfernen – Pet Hair Removal Programm. Dieses Programm setzt zum einem mehr Wasser als ein reguläres Programm ein und passt zum anderen die Trommeldynamik so an, dass die Katzen- und Hundehaare aus den Textilien möglichst vollständig entfernt werden können. Oft ist das Programm als eine Zusatzoption (eine Taste vorhanden, die bei diversen Programmen aktiviert werden kann).

Welche Programme sind Pflicht?

In unserem Test haben wir die Haushaltsgeräte auf ihre Funktionalität getestet. Dabei stellte sich die Frage: Welche Programme sind ein absolutes Muss, welche sind ein nettes Extra und welche sind eher überflüssig?

Programme AEG Lavamat
Programme AEG Lavamat

Wir kommen zum folgenden Ergebnis: Die Programme Automatik, Mischwäsche, Feinwäsche, Sparprogramm und Ecoprogramm (oder eine Eco-Taste) sind nützlich und sinnvoll. Sie werden von den meisten Nutzern häufig verwendet und ermöglichen eine flexible und punktgenaue Reinigung.

Die Programme wie Pet Hair Removal, Jeans oder Gardinenwäsche sind ein nettes und für viele Nutzer durchaus sinnvolles Extra.

In 16 Prozent der Haushalte lebt eine Katze, in 13 Prozent – ein Hund. Käufer, die keine haarenden Haustiere besitzen, zahlen bei einem Gerät mit dieser Funktion bloß drauf.

Jeanshose oder andere Jeanskleidung ist so gut wie in jedem Kleiderschrank zu finden. Wir finden: Für ein oder zwei Paar schlichte Jeans ist ein Zusatzprogramm nicht unbedingt notwendig. Wer aber seine hochwertige Markenkleidung schätzt und mehrere Kleidungsstücke aus Denimstoffen sein eigen nennt, profitiert von dem Jeans-Programm.

Die Gardinen können auch mit einem Buntwäsche- oder Mix-Programm gereinigt werden, insofern sie nicht stark verschmutzt sind. Indes in einem großen Haus, in dem jedes Fenster Vorhänge zieren, kann sich eine Waschmaschine mit diesem Extra durchaus lohnen.

Auf die Programme wie Business oder Seide können die meisten Nutzer in der Regel verzichten, denn auch ein Feinwäsche-Programm reinigt schonend und bietet einen Knitterschutz. Nur wenn im Kleiderschrank eine ganze Kollektion an feinen Hemden oder Kleidern aus wertvoller Seide zu finden ist, lohnt sich die Anschaffung.

Für eine große Programmauswahl gibt es bei unseren Tests der Waschmaschinen generell mehr Punkte, auch wenn nicht alle Programme gleich notwendig sind. Mit dem gezielten Einsatz von Waschprogrammen können Ressourcen gespart und die Textilien optimal gepflegt werden. Lassen Sie sich bei der Wahl eines konkreten Modells vor allem durch ihre Bedürfnisse leiten, der Markt bietet in dieser Hinsicht eine außerordentlich breite Palette an Möglichkeiten.

Sonderfall automatische Waschmitteldosierung

Waschmittelfach offen
Waschmittelfach offen

Die Hersteller Miele und Siemens werben mit der AutoDos-Funktion oder vergleichbaren Funktionen ihrer Waschmaschinen, die eine automatische Dosierung des Waschmittels und Weichspülers ermöglichen. Diese Funktionen sind optional, versprechen aber laut Hersteller eine Ersparnis von ca. 30 Prozent Waschmittel.

Die Prüfung beweist, dass die automatische Waschmitteldosierung in der Tat das Waschmittel spart und somit die Umwelt schont. Doch einen extra Pluspunkt können die Geräte von Miele und Siemens bei uns dadurch nicht verdienen, denn aufgrund vom hohen Preis für die patentierten Waschmittel wird ein Waschvorgang mit der AutoDos-Funktion fast doppelt so teuer, als ein Waschgang mit herkömmlichen Waschmitteln.

Bedienungskomfort – kaum Unterschiede

Bei der Bedienung der Waschmaschinen sind die Hersteller wenig innovativ und einfallsreich. Das hat auch seine positive Seite, denn beim Kauf einer neuen Waschmaschine muss sich der Nutzer nicht stark umstellen. Vor allem für Menschen, die nicht sonderlich technikaffin sind, ist dies von einem klaren Vorteil. Summa summarum kann gesagt werden, dass eine moderne Waschmaschine ausgesprochen bedienungsfreundlich ist.

Die Programme lassen sich mithilfe von Drehreglern einstellen, die Tasten werden für die Aktivierung von Zusatzoptionen genutzt. Am Display sind die relevanten Angaben abzulesen, in der Regel die Restlaufzeitanzeige, bei teureren Geräten auch weitere Informationen. Unser Waschmaschine Test vergibt den getesteten Geräten in Sachen Bedienungskomfort meist die gleiche Punktezahl.

Schleuderwirkungsklasse und Restfeuchte – Vor- und Nachteile einer gründlichen Schleuderwirkung

Schleuderprogramm zur Auswahl
Schleuderprogramm zur Auswahl

Die Schleuderwirkung einer Waschmaschine wird je nach der Restfeuchte klassifiziert. Die meisten verkauften Waschmaschinen sind den Klassen zwischen  A und C zugeordnet. Dabei verbleiben bei dem Vollwachautomaten der höchsten Klasse A weniger als 45 Prozent Restfeuchte nach einem Schleudervorgang mit voller Umdrehungszahl. Eine Waschmaschine mit der Schleuderwirkung der zweitbesten Klasse B hinterlässt zwischen 45 und 54 Prozent Restfeuchte, eine Waschmaschine der Klasse C – zwischen 54 und 63 Prozent.

Die Einordnung in eine bestimmte Schleuderwirkungsklasse hängt primär von der maximalen Umdrehungszahl pro Minute ab, die bei den Waschmaschinen von moderaten 1.000 bis zu starken 1.600 Umdrehungen variiert. 1.000 U/min sind eigentlich heute ein No-Go, denn dabei wird der Trommel eine recht nasse Wäsche entnommen, die Restfeuchte beträgt in diesem Fall über 60 Prozent. Das ist unter der Schleuderwirkungsklasse C.

Mit 1.400 U/min wird die Schleuderwirkungsklasse B erreicht, die Restfeuchte beträgt im Schnitt 50 Prozent.

Bei 1.600 U/min sind die Voraussetzungen für die Einordnung in die Klasse A gegeben, es bleiben weniger als 45 Prozent Restfeuchte in der Wäsche.

Unsere Einschätzung: Es ist nicht unbedingt so, dass je trockener die Wäsche der Trommel entnommen wird, desto besser. Natürlich verkürzt sich die anschließende Trocknungszeit, wenn die Waschmaschine über die Schleuderwirkungsklasse A verfügt. Dadurch kann saubere Wäsche schneller wieder genutzt werden, beim Trocknen in einem Wäschetrockner wird Strom gespart. Andererseits wird dieser Strom wiederum von der Waschmaschine beim Schleudervorgang verbraucht. Darüber hinaus kann es bei einer zu intensiv geschleuderten Wäsche zur Bildung von unschönen Knitterfalten kommen. Nicht zufällig werden alle sensiblen Textilien mit einer reduzierten Umdrehungszahl geschleudert.

Aktuell gilt die Schleuderwirkungsklasse B als durchaus ausreichend, eine Umdrehungszahl von 1.200 bis 1.400 U/min als optimal.

Da es sich bei den Waschmaschinen mit einer hohen Schleuderwirkungsklasse meist um Haushaltsgeräte der Oberklasse handelt, kann je nach Wunsch und Bedarf eine niedrigere Umdrehungszahl eingestellt werden. Für die Bereitstellung der Option, eine fast trockene Wäsche aus der Trommel zu holen, gibt es bei unserem Waschmaschine Test Extra-Punkte.

Luftschallemission – nicht ganz unwichtig

Die Angaben zu den Betriebsgeräuschen, Lärmentwicklung einer Waschmaschine werden häufig kaum beachtet. Steht das Gerät in einem Abstellraum oder Keller, spielt es in der Tat keine entscheidende Rolle, ob es mit 40 dB flüstert oder mit 65 dB brummt.

Die Situation ändert sich indes radikal, wenn der Vollwaschautomat in der Wohnung aufgestellt werden soll, sei es Bad, Diele oder Küche. Besonders in einer Wohnküche kann eine stundenlang lärmende Waschmaschine zu einem erheblichen Störungsfaktor werden.

Daher gibt es Pluspunkte für leise Geräte, die es schaffen, mit maximal 55 dB zu waschen. Dieser Geräuschpegel wird als noch komfortabel empfunden, das Ohr gewöhnt sich daran und der Mensch nimmt diesen Lärm als ein Hintergrundgeräusch kaum wahr.

Beim Schleudern muss sich der Nutzer auch bei den besten Waschmaschinen auf eine Lärmentwicklung bis zu 80 dB einstellen. Zum Trost sei betont, dass der Schleudervorgang nicht allzu lange dauert. Übrigens auch ein Dezibel Unterschied nach unten spielt eine Rolle und trägt zu mehr Komfort bei.

Für leises Waschen und nicht zu lautes Schleudern gibt es bei unserem Test Zusatzpunkte.

Preis-Leistungs-Verhältnis – Mittelklasse gewinnt

Die Preisspanne bei den Waschmaschinen ist unglaublich groß – von den günstigen Haushaltsgeräten um die 200 Euro bis zu den Luxusgeräten für mehr als das Zehnfache von dieser Summe ist alles vorhanden. Nicht immer sind die teuersten Geräte die besten, jedoch punkten sie meist mit originellen Features und interessanten Innovationen. Doch es vergeht nur kurze Zeit, und die gleichen Features – unter anderen Namen und manchmal durchaus vorteilhaft modifiziert, erscheinen auch bei den Waschmaschinen aus dem mittleren Preissegment. Beko, Siemens, Bosch, AEG oder auch Gorenje stellen eine Reihe an Waschmaschinen her, die den hohen Ansprüchen genügen, ohne den Geldbeutel zu überstrapazieren.

Allein bei der Lebensdauer der Geräte gibt es einen Vorsprung von Miele & Co. Während eine durchschnittliche Waschmaschine etwa 10 Jahre durchhält, wird eine von Miele mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch in 20 Jahren voll funktionsfähig sein. Die technische Lösung, heute innovativ, dürfte bis dahin leider ziemlich veraltet sein.

In unserem Waschmaschine Test gewinnen daher vor allem Haushaltsgeräte der Mittelklasse, die sich als zuverlässig, praktisch und auch flexibel zeigen.

Tests von Stiftung Warentest und Ökotest

Die beiden renommiertesten Test-Institute sind unserer Meinung nach die Stiftung Warentest und Ökotest. Wer sich eine Waschmaschine kauft, der sollte auch einmal bei den aktuellen Testberichten dieser beiden Anbieter nachsehen. Gerade die Stiftung Warentest hat die letzten Jahre jedes Jahr einen Vergleich von sehr vielen Waschmaschinen und Waschtrocknern durchgeführt. Der letzte Test stammt vom 23.11.2015 und es wurden 59 Maschinen getestet. Hierbei waren 49 Frontlader, 3 Toplader und 7 Waschtrockner im Check. Hier geht’s zum Testbericht >>

Ökotest hat leider den letzten umfangreichen Vergleich von Waschmaschinen im Mai 2013 gemacht und ist damit nicht mehr ganz aktuell. Trotzdem lohnt es sich einen Blick in die Testergebnisse von Ökotest zu nehmen. Hoffentlich wird bald mal wieder ein aktueller Vergleich gestartet. Hier geht’s zum letzten Test >>