Wie Sie die Waschmaschine richtig transportieren: mit und ohne Transportsicherung

Der Transport einer Waschmaschine ist nicht nur ganz schön anstrengend, sondern muss auch richtig gemacht werden, um keine Defekte zu provozieren. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie die Waschmaschine richtig transportieren. Und zwar mit und ohne eine Transportsicherung.

Frontlader Waschmaschine geöffnet
Frontlader Waschmaschine geöffnet

Wenn Sie eine neue Maschine kaufen, dann wird der Transport in aller Regel durch den Verkäufer gemacht. Eine neue Waschmaschine zu transportieren ist auch nicht wirklich problematisch. Die Transportsicherung ist vom Hersteller eingebaut und im Prinzip braucht man nicht viel zu beachten. Anders sieht es bei gebrauchten Waschmaschinen aus.

Wenn der Waschvollautomat seit sechs Jahren in der Waschküche vor sich hin wäscht und dann auf einmal ein eine neue Wohnung muss. Denn meistens wird der Transport bei einem Umzug fällig. Und diese Hausgeräte sind leider einfach schwer und unhandlich.

Was sie für den Transport der Waschmaschine brauchen

Um die Waschmaschine von der alten Wohnung in die neue Wohnung zu bekommen, braucht man ein paar Hilfsmittel. Denn diese Haushaltsgeräte sind schwer, unhandlich und ziemlich groß. Auch für die freiwilligen Umzugshelfer kein Vergnügen. Damit das ganze etwas einfacher von der Hand geht, haben wir Ihnen eine Liste mit Hilfsmitteln zusammengestellt.

Dazu gehören:

  • Im Idealfall die Transportsicherung der Waschmaschine (kann auch günstig nachgekauft werden)
  • Tragegurte oder alternativ eine sehr stabile Transportkarre (achten Sie hier wirklich auf die Belastbarkeit)
  • Arbeitshandschuhe, damit sich die Helfer nicht an scharfen Kanten verletzen können

Die Vorbereitung für den Transport

Prüfen Sie auch den Wasserablauf mit Siphon
Den Wasserablaufschlauch abmachen

Nachdem Sie alle notwendigen Hilfsmittel haben können wir uns an die Vorbereitung des Transports machen. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

  1. Lassen Sie zuerst noch einmal das Waschprogramm „Abpumpen“ komplett durchlaufen. Damit wird das Restwasser schon einmal abgepumpt. Das verbleibende Restwasser wird später abgelassen.
  2. Dann die Waschmaschine vom Wasseranschluss trennen. Dafür bitte zuerst den Wasserhahn zu drehen.
  3. Dann den Schlauch am Wasseranschluss abdrehen und in die Öffnung einen alten Lumpen oder etwas Papier von der Küchenrolle. Denn wenn sie die Waschmaschine transportieren, dann kommt immer etwas Restwasser aus diesem Schlauch. Den Schlauch dann mit Klebeband auf der Waschmaschine befestigen.
  4. Als nächstes trennen Sie die Waschmaschine vom Wasserablauf. Den Ablaufschlauch einfach abdrehen. In der Regel ist das mit einem Handgriff erledigt. Auch hier das Wasser so gut wie möglich ablassen und dann wieder einen alten Lumpen oder Haushaltspapier rein stopfen. Natürlich so, dass Sie später es auch wieder rauskriegen. Auch den Wasserablaufschlauch dann mit Klebeband auf der Waschmaschine befestigen. Das macht den Transport deutlich einfacher.
  5. Nun kümmern wir uns um das Restwasser aus der Maschine. Dabei geht man vor wie bei der Reinigung des Flusensieb. Dafür haben wir extra eine umfangreiche Anleitung geschrieben. So wird das Flusensieb gereinigt und gleichzeitig das Restwasser entfernt. Oder Sie schauen sich unsere Videoanleitung dazu an.
  6. Als letztes stellen wir sicher, dass die Waschmaschinentür sich während des Transports nicht öffnet. Dafür kleben wir mit dem Klebeband die Waschmaschinentür sicher zu.

So reinigen Sie das Flusensieb und entfernen gleichzeitig das Restwassers

Hinweis: Wir wissen das viele auf das Restwasser ablassen verzichten, da es 10 Minuten Arbeit ist. Beim Umzug ist man ohnehin schon genervt und spart sich was man kann. Allerdings sollten Sie das wirklich tun. Zum einen kann es beim Tragen der Waschmaschine gefährlich für die Umzugshelfer und Sie werden. Denn unter Garantie wird einiges an Wasser aus der Waschmaschine tropfen und darauf kann man sehr leicht ausrutschen. Gerade in einem Treppenhaus gefährlich.

Außerdem können Sie damit auch die Wände des Treppenhauses verschmutzen, da das Restwasser natürlich sehr dreckig ist. Das kann teuer werden und macht dann auf jeden Fall mehr Arbeit als 10 Minuten. Also kümmern Sie sich darum und machen Sie einmal die Flusensieb Reinigung. Danach haben sie ja auch wieder ein sauberes Flusensieb. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Wird die Maschine mit Transportsicherung oder ohne transportiert?

Wir empfehlen die Waschmaschine immer mit Transportsicherung zu transportieren. Nur dann stellen Sie sicher, dass es zu keinem Defekt kommt. Dieser ist irreparabel und Sie können die Waschmaschine ersetzen. Ein teurer Spaß. Falls Sie aber keine Transportsicherung haben, dann gehen wir gleich auf den Transport ohne Sicherung ein. Das ist möglich, wenn man ein paar Punkte beachtet. Die sichere Alternative ist aber die Transportsicherung in die Waschmaschine einzuschrauben.

Was ist eine Transportsicherung?

Die Transportsicherung ist ein langer Bolzen, der eingeschraubt wird um die Trommel in der Waschmaschine zu sichern. Denn die Trommel schwingt frei in der Maschine. Bei einem liegenden Transport kann die Trommel schnell gegen empfindliche Teile in der Maschine schlagen. Das führt in aller Regel zu einem nicht zu reparierenden Defekt. Zumindest ist der Schaden so groß, dass sich die Reparatur finanziell in aller Regel nicht lohnt.

Die Transportsicherung ist beim Kauf einer neuen Waschmaschine immer mit dabei. Jede neue Waschmaschine wird vom Händler auch genau so angeliefert. Natürlich verlieren viele diese Sicherung.

Kann ich die Transportsicherung nachkaufen?

Das ist gar nicht so einfach. Wenn sie ein Billigmodell haben, dann ist das in der Regel aussichtslos. Wenn sie allerdings eine Marken-Waschmaschine von Bosch, Siemens oder AEG haben, dann können Sie die Transportsicherung meistens beim Hersteller nach kaufen. Das kostet zwar etwas Geld, aber bei hochwertigen Maschinen würden wir dazu raten, wenn sie diese liegend transportieren.

Wenn sie die Maschine stehen transportieren, wie wir gleich zeigen, dann ist das Risiko eines Defekts sehr gering. Aber natürlich ist es trotzdem ihr eigenes Risiko.

Wie montiere ich die Transportsicherung?

Auf der Rückseite des Geräts werden die Transportsicherungen für Waschmaschinen in der Regel mit vier Schrauben befestigt. Tatsächlich gibt es auf YouTube nicht ein Video wo die Montage gezeigt wird, dafür viele wo die Transportsicherung entfernt wird. Aber das kommt von dem Ablauf der Arbeitsweise aufs gleiche heraus, nur das man es andersrum machen muss. Deshalb hier ein gutes Video dazu.

Wenn Sie die Waschmaschine ohne Transportsicherung transportieren

Um ehrlich zu sein machen das die meisten so. Denn die wenigsten sind so akkurat, dass Sie ihre Transportsicherung tatsächlich über viele Jahre aufbewahrt haben. Zumindest finden Sie sie dann nicht mehr, wenn Sie sie brauchen. Deshalb hier die Anleitung wie sie die Waschmaschine ohne Transportsicherung sicher transportieren können. Es bleibt zwar ein geringes Restrisiko, aber das ist das Leben.

Nicht liegen, sondern stehend transportieren

Das ist eigentlich das Einzige, auf was Sie achten müssen. Denn die freiliegende Trommel kann nur dann Inneren der Waschmaschine gegen andere Teile schlagen, wenn die Maschine liegt. Gerade in einem Fahrzeug kommt es dann immer zu Schwingungen und schon ist das Gerät kaputt.

Im Stehen sieht das anders aus. Deshalb muss eine Waschmaschine ohne Transportsicherung immer stehend transportiert werden. Und zwar vom Ausgangsort bis zum Aufstellort. Also auch wenn sie die Waschmaschine durch ihr Treppenhaus tragen und in das Auto einladen. Natürlich brauchen sie dementsprechend ein Fahrzeug, in den Sie den Waschvollautomat überhaupt stehend transportieren können.

Darüber hinaus muss die Maschine dann im Fahrzeug so gesichert sein, dass sie nicht kippen kann. Denn dann ist die mit ziemlicher Sicherheit kaputt.

Der Waschmaschinen Transport: Jetzt geht’s los

Der Ablassschlauch der Waschmaschine
Das Restwasser abgelassen?

Nachdem sie die Waschmaschine abmontiert und gesichert haben, kann es endlich losgehen. Idealerweise haben Sie die Sackkarre bzw. Lastenkarre zur Hand und erleichtern damit den mindestens zwei Personen die Arbeit. Denn alleine sollten Sie das definitiv nicht tun. Sie brauchen immer eine Person, welche die Waschmaschine von vorne auch absichert. Besonders wenn es eine Treppe hinunter geht. Sonst kann es zu schlimmen Schäden und Verletzungen kommen.

So gehen Sie vor:

  • Sie brauchen mindestens zwei Personen für den Transport.
  • Stellen Sie die Waschmaschine aufrecht auf die Sackkarre bzw. Lastenkarre. Damit kommen Sie am besten durch Treppenhäuser und andere Hindernisse. Die Sackkarre lassen Sie dann Stufe für Stufe herunter, während einer hinten die Sackkarre hält, und der andere vorne gegen die Waschmaschine drückt, um ein kippen oder ein verrutschen zu verhindern.
  • Die Helfer sollten auf jeden Fall die Arbeitshandschuhe anziehen. Nur damit haben sie einen sicheren Halt an dem doch glatten Material. Gerade wenn es noch ein bisschen nass ist an der Maschine oder doch etwas Restwasser heraustropft. Arbeitshandschuhe geben einen besseren Halt. Außerdem gibt es an den Geräten teilweise scharfe Kanten, an denen man sich verletzen kann. Da man diese Arbeitshandschuhe in jedem Baumarkt für ein paar Euro bekommt, sollte das kein Problem sein.
  • Beim Einladen in das Fahrzeug unbedingt darauf achten, dass die Maschine mit Transportgurten gesichert ist. Einfach in ein Fahrzeug rein stellen ist nicht. Außerdem ist hier natürlich wieder darauf zu achten, dass die Waschmaschine aufrecht steht, wenn keine Transportsicherung montiert ist.

Unser Tipp zum Schluss

Falls Sie keine Sackkarre haben, dann können Sie diese in den meisten Baumärkten ausleihen. Manchmal ist das sogar als Service umsonst. Auch die Transportsicherung können sie teilweise bei eBay oder beim Hersteller direkt kaufen. Damit bekommen Sie die Waschmaschine definitiv ohne einen Defekt in ihre neue Wohnung. Das stehende transportieren ist immer so eine Sache, da man sich oft auf die Helfer auch nicht hundertprozentig verlassen kann. Am Schluss liegt die Maschine doch liegend im Auto und geht bei der Fahrt kaputt.

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